Es geht weiter

– Trigger Gefahr –

Und es geht weiter, ich bin wieder ziemlich fertig. Ich fühle mich erschöpft, Müde und mich nervt der ständig trockene Mund. Ich kann schlafen, aber es ist nicht wirklich erholsam. Jede Nacht Habe ich komische Träume, die wenn ich wach bin, einfach nur blödsinnig sind. Dann liege ich im Bett und muss den Kopf darüber schütteln. Tagsüber brauche ich immer wieder Pausen, in denen ich auch ein kleines Schläfchen halte. Ohne geht es nicht! Ich habe auch nach nichts Lust.

Am Dienstag war ich bei meinem Hausarzt, ein toller Mann. Er ist sehr verständnisvoll und hört sich auch alles an. Schade das er kein Physiologe ist, mit ihm könnte sehr gut arbeiten. Wir haben jetzt erst einmal meine Antidepressiva hoch gesetzt. Jetzt nehme ich das Maximum von 40 mg. Natürlich weiß ich, dass es rund 4 Wochen dauern wird, bis sich überhaupt eine Wirkung bemerkbar macht. Außerdem hat er mir Blut abgenommen und ein EKG gemacht, mal schauen was da raus kommt!


Auch muss ich wieder in Therapie. Zuerst muss ich aber einen Therapeuten finden. Mir graut schon vor den Telefonaten und den Absagen, weil die Therapeuten überlaufen sind. Ich weiß noch diese Megaliste, die ich damals Ende 2014 von der Kassenärztlichen Vereinigung RLP bekommen habe. So richtig nach dem Motto: Da hast Du und seh‘ selber zu, wie Du das hinbekommst. Das habe ich damals schon gehasst.


Podcast »Raus aus der Depression«

Ich habe in den letzten Tagen den Podcast »Raus aus der Depression« gehört. Ich habe mich schon sehr viel mit meiner Krankheit auseinandergesetzt. Ich habe auch viel gelesen und doch gab es doch viel Neues für mich zu hören. Toll ist, dass im ersten Teil der jeweiligen Sendung ein Gesprächspartner ist, der selber an Depressionen erkrankt ist. Die Leute wissen, worüber sie reden.

Der ein oder andere AHA-Efeckt war auch dabei für mich. Vielleicht bin ich schon viel länger krank, als ich dachte oder als mir meine Umwelt wieder spiegelte. Nach meinem Burnout 2014 dachte ich für mich, dass ich rund zwei Jahre vor mit den ersten Symptomen (Schlaflosigkeit) gestartet bin. Durch den Podcast habe ich festgestellt, dass ich schon als Jugendliche erste Anzeichen hatte, aber niemand hat es gemerkt oder mir geholfen. Ich musste immer funktionieren!

#Gemeinsam­Gegen­Depression

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